Zielsetzung – wie definiere ich Ziele?

Ronald Wendel Zielsetzung

„Ich weiß, was ich will“, diese Aussage hat wohl jeder schon einmal gehört. Wir verbinden damit Stärke, Selbstbewusstsein und Stabilität. Doch was macht klare Ziele so attraktiv und weißt Du eigentlich, was Du selbst willst? Lies hier, wie man eigene Ziele erkennt, definiert und beruflich sowie privat von ihnen profitieren kann. 

 

Unsere Ziele sind so individuell wie wir als Menschen. Dennoch haben sie eines gemeinsam, denn ganz gleich, ob es um berufliche oder persönliche Ziele geht, sie alle haben mit uns als individueller Person zu tun und sind daher direkt mit unserer Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Doch was ist der Unterschied zwischen Zielen und Träumen und was wollen wir überhaupt? Ich denke, dass Ziele sehr viel konkreter sind. Aber auch mühsamer.

 

Denn während man – wie im Sport – ein Ziel mit Schweiß und Anstrengung zu erreichen versucht, bleiben Träume abstrakter. Im Traum können wir alles erreichen. Wir können fliegen, uns unsichtbar machen, ewige Gesundheit genießen und das sofort. Träumen macht Spaß. Träumen tut gut. Für Träume muss man nichts tun.

 

Wir alle kennen folgende Floskel: „Wer wirklich will, kann alles erreichen“. Klingt schön. Gehört aber in die Kategorie der Träume. Für die Persönlichkeitsentwicklung ist es zwar unabdingbar, an sich zu glauben und auch schwierige Wege einzuschlagen, dennoch sollten die Ziele dabei realistisch bleiben. Zu große Schritte sind immer utopisch, denn wenn der Weg zu lang ist, gehen wir ihn erfahrungsgemäß nicht. Ehrgeiz? Ja. Mit dem Kopf durch die Wand? Nein! 


Deshalb Tipp Nummer 1: Bleibe realistisch. 


„Bleibe realistisch.“


Du kennst dich selbst am besten. Du kennst Deine Stärken und Ihre Schwächen. Überlege Dir deshalb: Was fehlt mir, um den nächsten Schritt zu gehen? Und solltest Du den nächsten Schritt noch nicht kennen, kann es helfen, erst einmal zu überlegen, was generell möglich wäre. Was könntest Du – sei es beruflich oder privat – ändern? In dieser Phase ist auch das Träumen noch erlaubt.

 

Schreibe alles auf, was Dir in den Sinn kommt, ganz ohne Filter. Dies hat zum Vorteil, dass Du auf diese Art und Weise gleichzeitig das sammelst, was Du NICHT willst. Auch kannst Du hier womöglich Ziele aufdecken, die sich bisher als Träume tarnten. Streiche nun in Ruhe all das raus, was gerade nicht möglich ist oder nicht zu Deinen Plänen passt. Unterscheide dabei noch einmal zwischen generell nicht machbar und aktuell nicht machbar. Letztere Punkte könnten übergeordnete Ziele werden.

 

Gibt es weitere übergeordnete Ziele? Ergeben sich daraus neue? Oder lassen sich einige vielleicht nur ins Privatleben, nicht aber ins Berufsleben integrieren? Gibt es Überschneidungen? Welche Zwischenziele ergeben sich? Diese sind besonders wichtig, denn diese helfen dabei, die Motivation nicht zu verlieren und auch die kleinen Erfolge wertzuschätzen. Nimm dir ausreichend Zeit für diesen Prozess. Du wirst sehen: mit der Zeit entwickelt sich ein roter Faden. 


Daher Tipp Nr. 2: Setze Dir Etappen.


„Setze Dir Etappen.“


Wie auch im Sport braucht man zum Erreichen von Zielen vor allem eins: Ausdauer. Doch der Mensch wäre nicht Mensch, wenn er dabei nicht nach Freude und Erfolgserlebnissen lechzen würde. Erlaube Dir das. Schon Konfuzius hat damals erkannt: „Der Weg ist das Ziel“. Sicher ist dieser Weg trotzdem anstrengend, deshalb gönne Dir das metaphorische Wasser, gönne Dir Pausen. Und feiere Meilensteine, auch wenn sie klein sind.

 

Wieso? Nun, anfangen ist schwierig, denn Neues muss erst zur Routine werden, egal ob im Unternehmen oder zu Hause. Und dennoch spielt beides eine große Rolle – denn in beiden Lebensräumen stehst Du. Genau Du als individuelle Person. Unsere Persönlichkeit, Fähigkeiten und Ressourcen unterscheiden schließlich nicht zwischen privaten und beruflichen Erfolgen. Wir passen uns an unsere Umgebung an, aber dennoch sind wir es, die da gerade handeln und sprechen.

 

Also: Sei stolz. Belohne Dich für all Deine Zwischenziele. Denn: Du hast angefangen. Und auch, wenn es sich bei diesem Anfang vorerst nur um eine ungeordnete Liste handelt – Du hast dein Ich von gestern bereits überholt. Du wissen, was Du willst und Du wießt, wieso. 


Daher Tipp Nr. 3: Sage es weiter.


„Sage es weiter.“


Ganz gleich, was wir erreichen wollen. Es gibt immer Gründe für unsere Ziele. Insbesondere in der Mitarbeiterbindung und Mitarbeitermotivation sind diese Beweggründe von besonderer Bedeutung. Beziehe also Deine Mitarbeiter_innen unbedingt mit ein. Zeige ihnen, was das Ziel so wichtig macht. Auch hier bietet sich Sport als Beispiel an – im Teamsport kämpft man Seite an Seite und wächst so immer weiter zusammen. Man kann sich gegenseitig motivieren und Emotionen spielen eine entscheidende Rolle.

 

Übernimm das, zeige Dich menschlich. Erfahrungsgemäß haben vor allem die Young Professionals, bzw. junge Menschen der Generation Y und Generation Z hohe Ansprüche an ihren Arbeitgeber und wünschen sich einen tieferen Sinn sowie Transparenz im Hinblick auf das Große und Ganze. Mit Emotionen und Sinnhaftigkeit steigen somit Interesse, Motivation und Arbeitsbereitschaft, was wiederum mit einer hohen Qualität der Endprodukte korreliert. 

 

Gepaart mit den anderen Tipps ergibt dies eine solide und einladende Grundlage, um gemeinsam dahin zu kommen, was vielleicht einst als vermeintlicher Traum auf einem Notizblock begonnen hat.
Dieser Ansatz spricht Dich an oder Du möchtest mehr erfahren? Schau Dir gerne unverbindlich meine Angebote an: ich biete Dir maßgeschneiderte Coachings und zeige Dir, wie man Arbeit und Lebensfreude gewinnbringend vereinen kann. 

Ronald Wendel

Ronald Wendel