Anfangen, Durchhalten, Weitermachen! Welcher Sport-Typ bist Du?

Welche Sporttyp bist du?

Sport ist Mord? Um kaum ein Thema ranken sich so viele Einstellungen, Möglichkeiten und Mythen. Das Bewegung gesund ist, wissen wir alle. Leider reicht das häufig nicht, um endlich anzufangen. Lies hier, wie Du Sport als Ausgleich zum Alltag nutzen kannst und finde heraus, welcher Sport-Typ du bist.

Das Sport gesund ist, wissen wir wohl alle. Wer sich körperlich betätigt, tut etwas für sich selbst. Das klingt alles super. Und das ist es auch. Denn Bewegung hebt die Stimmung, hält uns jung und aktiv und bringt dabei auch noch unseren Körper in Form. Trotzdem fällt es häufig schwer, damit anzufangen. Woran liegt das?

 

Natürlich kann man nicht alle Menschen über einen Kamm scheren. Deshalb möchte ich im Folgenden nur ein paar der Gründe auflisten, die uns bei unserem sportlichem Vorhaben im Weg stehen können.

 

  • Reizüberflutung. Ja, auch High Heels Run und Gummistiefel-Weitwurf sind Sportarten. Von sanft über fordernd und entspannend bis kurios – es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Wie soll man sich da entscheiden? Woher soll man wissen, was man kann?
  • Die falsche Sportart. Durch die oben genannte Reizüberflutung wählen wir schnell mal die falsche Sportart. Vielleicht haben unsere Lieben uns überredet oder wir sind einfach zum nächsten oder günstigsten Anbieter gefahren. Auch ist es wichtig, ob wir uns als Teamplayer oder Einzelkämpfer sehen. Und das kann im Sport ganz anders sein, als im normalen Alltag!
  • Die innere Einstellung. Wer zu viel in zu kurzer Zeit erreichen will, sich mit anderen vergleicht oder nicht daran glaubt, für Sport geschaffen zu sein, wird eher scheitern und vielleicht gar nicht erst anfangen.

 

Wir wissen jetzt also, was uns von Sport abhalten kann bzw. was bereits einen bitteren Beigeschmack hinterlässt, obwohl wir doch eigentlich endlich anfangen wollten. Doch diese Zwickmühle kann man beseitigen, versprochen!

 

Du tust das für dich, nicht für Andere

 

Jeder Mensch ist anders, jeder hat eigene Träume und verfolgt andere Ziele. Es macht keinen Sinn, sich mit anderen zu vergleichen, denn das bremst dich aus. Ich  habe einmal folgenden Spruch gelesen: „Egal wie langsam du auch läufst, du bist schneller als alle, die zu Hause bleiben“.

 

Diesen Spruch möchte ich gerne etwas anpassen: „Egal, wie langsam du auch läufst, du bist schneller, als wenn du zu Hause geblieben wärst“. Das mag jetzt banal klingen, hat aber folgenden Effekt: Du vergleichst dich nicht mit Anderen und erstickst deine zu hohe Anspruchshaltung und deine Selbstkritik im Keim.

 

Das Zitat hilft übrigens nicht nur absoluten Anfängern, sondern auch Profi-Sportlern oder Menschen, mit fester sportlicher Routine. Das Beispiel Jogging eignet sich gut zur Verdeutlichung: So mancher ärgert sich, weil er oder sie „nur“ 6km geschafft hat, für andere sind 500m schon anstrengend. Und das darf so sein!

 

Leere Laufstrecke auf einem Sportplatz

Was zunächst nervig klingt, ist eigentlich gerade das Schöne am Sport, denn er holt uns genau da ab, wo wir gerade sind und ab diesem Zeitpunkt können wir uns stetig verbessern und selbst motivieren. Jeder Schritt ist besser als keiner. Vor allem dann, wenn es Deine Schritte sind. Denn die Schritte der Anderen können dich weder besser, noch schlechter machen. Überhol dich selbst, das motiviert!


Sport als Ausgleich 


Sport kann ein Wettkampf sein, in den meisten Fällen ist er das aber nicht. Bleib also ganz bei dir und frage dich: wieso brauche ich diesen Ausgleich? Hast du viel Stress, Hektik oder Chaos in deinem Job? Machen die Kinder dich glücklich, aber auch gleichzeitig müde und gereizt? Hast du Rückenschmerzen, bist du chronisch erschöpft? Es gibt unzählige Gefühle, die der richtige Sport ausgleichen kann.

 

Nachdem du herausgefunden hast, wieso du einen Ausgleich brauchst, kannst du daraus weitere Schlüsse ziehen. Wer beispielsweise im Job ständig unter Strom steht, viel Verantwortung hat uns beispielsweise als Pflegekraft ständig in Bewegung ist und das Leid der Kranken täglich vor Augen hat, könnte sich Entspannung wünschen. Hier wäre beispielsweise Yoga oder Tai-Chi eine Möglichkeit.

 

Anders sieht es aus, wenn wir uns viel ärgern, am Schreibtisch sitzen oder stumm in unseren Computer tippen. Wie wäre in dem Fall ein Teamsport? Beim Fußball können wir schreien, uns freilaufen und erleben ein schönes Miteinander in der Mannschaft. Entscheidungen werden nicht mehr allein getroffen und unsere Ausdauer und ständige Bewegung wird sich auch auf dem Bürostuhl bemerkbar machen: Bye bye, Rückenschmerzen.

 

Für Sport mag es Regeln geben, zum Beispiel wie hoch der Maximalpuls sein sollte oder nach welchen Regeln man Fußball spielt. Doch es gibt keine Regeln zu dem, was Dir Spaß macht oder dem, was Du brauchst. Das kannst nur Du wissen.

Kind auf einem Klettergerüst

Zu alt für Sport?

 

 „Wer soll in meinem Alter noch mit dem Ballett anfangen?“. Dasselbe höre ich auch oft in Bezug auf Musikinstrumente. Diese Aussagen habe ich schon häufig gehört. Der allseits beliebteste Satz ist aber immer noch: „Ich kann das nicht“.

 

Zuallererst: Man ist nie zu alt für etwas. Wenn Du es willst, dann versuche es. Aber nicht vergessen, Du solltest realistisch sein. Ziele sind gut, doch die Zwischenziele spielen die Musik. Und so banal es klingt – das erste lautet „Anfangen“. Und überhaupt: wer etwas nicht kann, kann es lernen. Und wer hat eigentlich behauptet, dass man ein Profi sein muss, um von Sport zu profitieren?

 

Frau in einer Yoga-Pose im Schneidersitz mit geschlossenen Augen

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf unser Zitat von vorhin verweisen, denn hier greift es besonders gut. Überhole dich selbst und tu, was du sonst nicht getan hast. Und wenn es nur 5 Minuten laufen sind oder 10 Minuten Anfänger-Yoga. Du wirst sehen, dass du dich steigern wirst. Und zwar ganz natürlich. Nimm das, was du hast und nutze es. Erlaube dir Rückschritte, denn alles ist besser als nichts.

 

Natürlich wirst Du Dich oft zwingen müssen. Eine Routine entwickelt sich nicht über Nacht. Aber wenn Du weißt, wofür Du das tust und Du Dir wirklich Gedanken über deine Bedürfnisse und Deinen Sport-Typ (Einzelkämpfer, Teamplayer, Entspannung, Ausdauer, Kraft oder Frust rauslassen) gemacht hast, dann wirst Du das schaffen.

 

Dir hat der Artikel gefallen und Du bist motiviert? Super! Vielleicht hast Du aber auch noch Fragen oder möchtest ein Coaching zu diesem Thema machen? Ich biete sowohl Einzel- als auch Team-Coachings (auch für Unternehmen) an. Neben meiner Berater-Tätigkeit bin ich viel im Bereich Fußball aktiv und  habe langjährige Erfahrung als Trainer, Kapitän, Spieler und Leiter der 05er Fußballschule des 1. FSV Mainnz 05 e.V.

 

Frage einfach unverbindlich an!

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Ronald Wendel

Ronald Wendel